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Energieberatung + Baubiologie
Dipl.-Ing. Susanne Runkel Heckenstraße 14a D- 85253 Erdweg 08135 - 93 98 04 |
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Um den Wärmedurchgang durch eine Bauteil bestimmen zu können, ist die Berechnung des U-Wertes erforderlich. Dieser Wärmedurchgangskoeffizient ist das Maß für den Wärmetransport durch ein Bauteil, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen. Für seine Berechnung müssen die Wärmeleitfähigkeitswerte der verwendeten Baustoffe und die Dicke der einzelnen Schichten bekannt sein. Darüber hinaus wird die jeweilige Einbausituation des Bauteils - also als Außenwand, Kellerwand, Dach, usw. - mit einbezogen. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes ist, umso besser ist seine Wärmedämmwirkung. Leichte, poröse Baustoffe leiten die Wärme schlecht, sie besitzen niedrige Wärmeleitfähigkeitswerte um 0,04 W/mK und dämmen deshalb sehr gut. Massive, schwere Baustoffe besitzen in der Regel hohe Wärmeleitfähigkeitswerte und sind daher schlecht als Wärmedämmschicht geeignet. Ihr Vorteil liegt dagegen in der Tragfähigkeit, im Schallschutz und in der Wärmespeicherfähigkeit. |
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Feuchtigkeit in einem Bauteil bewirkt eine
verstärkte Wärmeleitung, also einen schnelleren Wärmeabtransport zur
kalten Seite hin, als in einem trockenen Baustoff. Hintergrund: Wasser
leitet Wärme gut, Luft leitet Wärme schlecht. Neben einem verschlechterten Wärmeschutz gefährdet Feuchtigkeit innerhalb eines Bauteils auch die Bausubstanz. Bei dauerhafter Einwirkung kann es zu mikrobiellen Befall wie Schimmelpilze und im weiteren Verlauf zu Bauschäden kommen. Um sicher zu gehen, dass der Konstruktionsaufbau beispielsweise einer Wand oder eines Daches frei von Tauwasserausfall ist, sind die Konstruktionen nach den anerkannten Regeln der Technik aufzubauen und auszuführen. Ob ein Tauwasserausfall möglich ist, kann durch eine Berechnung ermittelt werden. |
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Wärmebrücken sind örtlich begrenzte
Bereiche in der Gebäudehülle, durch die eine größerer Wärmeabfluss nach
außen erfolgt als durch die angrenzenden Bereiche. Beispiel Gebäude-Außenecke: An diesen Stellen steht aufgrund der Geometrie einer großen Außenfläche (kalt) eine geringere innere Fläche (warm) gegenüber. Daher wird mehr Wärme zur kalten Außenseite geleitet, als innenseitig nachströmt. Die innenseitigen Oberflächen kühlen aus. Je niedriger die Oberflächentemperaturen an diesen Bereichen ist, umso höher ist die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit aus der Raumluft an den kalten Oberflächen niederschlägt - also kondensiert. Dies wird als Tauwasserausfall bezeichnet. Dauerhafte Feuchtigkeit bildet die Grundlage für eine Schimmelpilzbildung. Schimmelpilze wachsen jedoch nicht erst dann, wenn flüssiges Tauwasser ausfällt, ihre Wachstumsbedingungen sind für die meisten Schimmelpilzarten bereits bei 80 % relativer Luftfeuchtigkeit in unmittelbarer Oberflächennähe erreicht. |